Zwei Schnupfnasen, ein Beutelöffner – und das Zahnfleisch mischt auch noch mit

Wenn Schnupfen nur der Anfang ist und das Zahnfleisch plötzlich mitreden will

Zwei Katzen, beide mit Niesanfällen. Zwei Tierarzttermine. Ein Beutelöffner, der sich schwor: „Ich mache das nicht an einem Tag!“

Und ehrlich? Recht hatte er. Stell dir vor, eine von uns hätte sich versteckt, keine Lust auf Tierarzt gehabt oder wäre einfach verschwunden wie ein Profi-Ninja. Dann hätte er gleich beide verloren. Also: Einer nach dem anderen.

Tag 1: Ich – Kasimir, der leicht Verschnupfte.
Ich nieste, hatte eine leicht laufende Nase und mein Zahnfleisch… na ja… sagen wir es so: Es war wieder in Hobby-Laune. Das Zahnfleisch und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Die Ärztin meinte, das könne das Immunsystem belasten, Schnupfen verstärken und sogar zu Gewichtsverlust führen. (Was im Nachhinein zwar nicht die ganze Wahrheit war, aber das erfahrt ihr später in einem anderen Kapitel.)

Eine Therapie wurde vorgeschlagen. Preis unbekannt und Medikament nicht vorrätig. Erstmal Rückruf nach dem Wochenende. Ich schnurrte trotzdem. Man muss die Stimmung ja etwas heben.

Tag 2: Icy – die elegante Nieserin
Auch Madame hatte Niesanfälle. Bei ihr sah das natürlich viel stilvoller aus. „Pfft!“ – wie ein kleiner, beleidigter Schmetterling. Es könnte die trockene Heizungsluft sein, sagte die Ärztin. Gesund sei sie sonst: glänzendes Fell, gute Kondition, elegante Hüfte. Sie bekam einen sanften Klaps aufs Hinterteil und wurde verabschiedet.

„Das war der schnellste Tierarztbesuch aller Zeiten“, murmelte der Beutelöffner. Von Tür zu Tür: kaum über 30 Minuten.

Rechnung? Nicht sein Problem – „Das geht an die Krankenversicherung.“

Nach dem langen Wochenende kam der Preis für die Therapie. Der Beutelöffner überlegte genau 0,4 Sekunden und sagte: „Machen wir.“ Einige Tage später waren wir wieder in der Praxis — und ich ahnte nichts Gutes.

Die erste Dosis? Direkt ins Hinterteil gespritzt. Und ich frage mich bis heute: Warum immer mein Hinterteil?

Doch dann…Die Helferinnen holten noch mehr Spritzen hervor. Und noch eine. Und noch eine.

Der Beutelöffner wurde blass. „Das soll alles in Kasimir passen?!“, fragte er erschrocken.

Hey! Ich bin Kater, kein Fass!

Das Praxispersonal lachte: „Nein, das ist nicht für heute. Das ist der Vorrat für die nächsten Wochen.“

Ah. Das beruhigte ihn. Mich weniger. Zum Glück bekam ich die Medizin später in die Sauce: winzige 0,3 ml pro Portion. Hochdosiert, aber mini – und mit viel Sauce? Absolut akzeptabel.

Das Zahnfleisch wurde besser, aber nicht perfekt.
Wir arbeiten daran. Wie an allem.

Ein neues Kapitel: Leben mit CNI

Eine Diagnose, die uns erschreckt – und ein Weg, den wir gemeinsam gehen.

Freitagnachmittag – und plötzlich wird’s ernst.

Eigentlich sollte es ein gemütlicher, harmloser Tierarzttermin werden: Impfung, kurzer Blick aufs Zahnfleisch nach der Interferon-Therapie, fertig. Aber – sobald man erstmal in der Transportbox sitzt – denkt mein Beutelöffner offenbar: „Wenn wir schon hier sind, dann machen wir’s richtig.“

Seiner Meinung nach hatte ich nämlich zu viel Gewicht verloren. Andere würden vor Freude Purzelbäume schlagen, wenn die Kilos purzeln – aber mein Mensch bekam Panikfalten. Und leider: Er sollte recht behalten.

Denn mein Futter machte in letzter Zeit eine Art Rückwärtsreise. Kaum gefressen, schon kam es wieder raus – besonders Trockenfutter. Eines Morgens stand ich am Napf, es raschelte, klöterte, alles wie immer. Dann sah er mich – die Ruhe in Fellform – entspannt in den Flur traben. Und kurz darauf hörte er nur: „plong… plong… plong… Trockenfutter. Auf Laminat. Tja… sorry. Ich musste mal kotzen.

Er tippte sofort auf den Magen – vor ein paar Jahren hatte ich schließlich schon mal eine Gastritis. Also: Rein ins Behandlungszimmer, raus aus der Box. „Legen wir los“, sagte Frau Doktor. Ich hätte lieber „Lassen wir’s bleiben“ gesagt, aber gut.

Es gab ein Pulver als Medikament – ein Gramm für zehn Tage. Pro Portion eine Messerpitze. Zuhause holte der Beutelöffner seine hochseriöse „Escobarwaage“ hervor und wog aus Spaß ab, was so eine Messerspitze wiegt. Ergebnis: Fast nichts. Aber wenn’s hilft…

Und dann hieß es: Blutabnahme. Wenn wir schon da sind, dann gleich richtig, meinte mein Mensch – und wollte nicht noch zwei Wochen Stress.

Vorderpfote abgebunden, Nadel angesetzt…aber es kam kaum etwas. Ich wurde von einer fremden Person festgehalten – nicht mein Lieblingshobby. Kurzer Personalwechsel. „Halten Sie Kasimir fest?“ Der Beutelöffner stand rechts von mir, leicht über mich gebeugt: linke Hand unter meinem Bauch, rechte an meiner Brust, Kopf und Nacken. Professionell. Rührend. Aber es fehlten immer noch ein paar Tropfen.

Nadel raus – andere Pfote. Das fand ich gar nicht mehr lustig. Also flüchtete ich halb panisch Richtung Beutelöffner – mit Nadel in der Pfote. Auf seinem Arm beruhigte ich mich erst wieder. Frau Doktor nahm die Nadel raus, Venenstauer runter – und wir beschlossen: Wir arbeiten mit dem Blut, das wir haben. Fertig.

Am Abend stand der Beutelöffner am Herd, briet Leber in der Pfanne – da klingelte das Telefon. Er nahm ab, hörte zu…eine Urinprobe wird noch benötigt und dann kam das Wort, das wie ein Schlag in den Raum fiel: CNI – Chronische Niereninsuffizienz.

Wumms.

Plötzlich ging es nicht mehr um „ein bisschen Magen“. Sondern um mein Leben. Diätfutter. Ernährungsumstellung. Neue Sorgen. Und ich? Ich saß daneben, schnurrte leise…und wusste nicht, was CNI bedeutet.

Aber ich wusste eines: Die beiden Menschen sind da. Und wir schaffen das zusammen.

Hightech fürs Napfreich

Zwei Katzen, zwei Konten – und der Start der Futterautomaten-Ära

Nach dem Abendessen setzte beim Beutelöffner der Jagdinstinkt ein – allerdings nicht auf Mäuse, sondern auf Technik. Denn klar war: Icy und ich brauchen getrenntes Futter. Und damit wir nicht heimlich beim anderen naschen, müssen wir Automaten haben, die uns erkennen. Hightech fürs Büffet, sozusagen.

Der Mann wusste, dass es sowas gibt. Irgendwann hatte er das mal gesehen – vermutlich in einer dieser Nächte, in denen er statt zu schlafen im Internet versackt ist.

Aber: Im Handel vor Ort? Fehlanzeige. Da gibt’s Schaufeln, Kratzbäume, Leckerlis – aber keine futuristischen Katzenkantinen.

Online? Ja. Aber „Click & Collect in einer Filiale in der Nähe“? Nein.

Und natürlich waren die Dinger teuer genug, um kurz Schnappatmung auszulösen. Zum Glück: Neukundenrabatt! Dumm nur, dass der Mann schon ein Kundenkonto hatte. Und ich auch. Blöd, wenn man so organisiert ist.

Also durchsuchte er Mails, Passwortsafe, Hirnwindungen – aber es gab bei dem Shop kein Konto für Icy.
Und wie wir alle wissen: Wer Futter will, braucht ein Login.

Zehn Minuten später: Icy – frisch registriert, offiziell Neukundin, bereit für Rabatte. Und um 23:18 Uhr war die Bestellung durch.

Mission „Futterautomaten“: gestartet. Jetzt hieß es warten.

Während Icy und ich gepflegt wurden, lief im Kopf des Beutelöffners offenbar ein Marathon: Reichen zwei Automaten? Soll jede Fellnase zwei bekommen – für Trocken- und Nassfutter? Plastikschalen oder Edelstahl – wie beim Sternekoch?  Was, wenn wir beide gleichzeitig vor einem Automaten stehen?

Und die wichtigste Frage: Wie bekomme ich eine Urinprobe von Kasimir?!
Ich sag mal so: Das Gesicht dazu war unbezahlbar.

Am Montag fuhr der Beutelöffner alleine in die Praxis. Er kam zurück mit: Diätfutterproben, Zubehör für die Urinprobe und einem Blick, der sagte: „Das wird spannend.“

Das neue Trockenfutter? Lecker! Sogar vom gleichen Hersteller wie vorher. Nur eben: Nierenfreundlich statt normal.

Und ich dachte: Wenn schon Diät – dann wenigstens schmeckige Diät.

Mission: Goldtröpfchen

Keine Ausrüstung. Kein Plan. Nur Mut, Schaufel – und ein Kater.

Dienstag war Urinprobentag. Der Beutelöffner kam mit etwas, das aussah wie Katzenstreu – aber besonderem Katzenstreu. Die Idee: Der Urin bleibt oben liegen und kann mit einer Pipette abgesaugt werden. Klingt simpel. Theoretisch.

Denn Katzen haben zwei Betriebsmodi:

  • Wasserfall
  • Landmine

50:50-Chance also, ob das Ganze ein Erfolg wird – oder eine sehr unangenehme Überraschung.

Zwei Klos nebeneinander. Eins komplett gereinigt, ausgekocht, keimfrei wie ein OP-Saal. Darin die Spezialstreu aus der Praxis. Das andere – mein gewohntes Klo. Vertraut. Verlässlich. Einladend. Der Mann wartete am Schreibtisch. Lauerstellung. Tigerblick. Mission: Pinkelprobe.

Ich schlendere zum Spezialklo. Schaue hinein. Denke: „Interessant.“ Und setze mich dann ins normale Klo. Der Beutelöffner sprang auf wie ein junges Reh – was für sein Baujahr bemerkenswert ist. Und dann holte er sein… äh… „Spezialwerkzeug“ raus.

Am Wochenende hatte er nämlich ein Video gesehen und aus Streuschaufel, Gefrierbeutel und Klebeband das Spezialwerkzeug gebaut. MacGyver wäre stolz gewesen. Plan: Schaufel unter meinen Hintern, Urin läuft rein, Probe gerettet. Theorie!

Ich setze mich. Er schiebt die Schaufel drunter. „Plopp. Plopp.“ Tja. Keine Urinprobe. Sagen wir’s so: Das Geräusch war eindeutig…

Der Gefrierbeutel wurde entsorgt. Neuer Beutel, neues Klebeband, neue Hoffnung.

Fünf Minuten später. Ich wieder am Klo. Der Mann überlegt fieberhaft: „Soll ich ihn umsetzen? Oder wieder Schaufel unterm Hintern?“. Zack – Schaufel. Und diesmal: Volltreffer. Ich ließ laufen. Er hielt die Schaufel. Und strahlte, als hätte er den Nobelpreis gewonnen.

Es war ein wilder Vierhände-Moment: Schaufel halten, Pipette aufziehen, Röhrchen öffnen, befüllen, verschließen. Nach exakt 7,5 ml war die Sache erledigt. Einsatz abgeschlossen, Anruf in der Praxis: „Probe kommt!“

Der Mann zog sich an, rannte zum Auto und fuhr los, als würde er eine Herztransplantation transportieren.

Und ich dachte: „Für Pipi wird hier ein Aufwand betrieben – unglaublich.“

Aber am Ende: Probe abgegeben. Mensch glücklich. Mission erfüllt.

Und ich? Ich gönnte mir erstmal ein Nickerchen. Nach so einer Performance hat man das verdient.

Futter 2.0 – Die Maschinen übernehmen

Identifikation per Mikrochip. Zugriff nur für autorisierte Fellträger.

Der Tag, an dem die Zukunft einzog.

Später klingelte es an der Tür. Die Menschen sprachen das magische Wort: „Paketbote.“ Ein großer Karton. Sehr groß. Verdächtig groß. Was drin war? Die Futterautomaten. Zwei Stück. Hightech fürs Napfuniversum.

Der Beutelöffner riss den Karton auf wie ein Kind an Weihnachten, baute alles zusammen, putzte, steckte Kabel, verband die Dinger mit dem Internet und programmierte Futterart und Schalengröße. Ich stand daneben und dachte: „Okay. Das ist jetzt ernst.“

Jetzt waren wir an der Reihe. Die Automaten mussten unseren Mikrochip erkennen – sozusagen: „Zutritt nur für VIP-Pfoten.“

Icy war schnell. Ein, zwei Leckerlis – zack! – registriert. Das Büffet erkannte die Büffetfräse.

Und ich? Tja… Ich brauchte: Überredung, Geduld, Streicheleinheiten und Zeit. Aber irgendwann bing! – mein Chip wurde erkannt. Ich war offiziell freigeschaltet.

Der Automat machte Geräusche. Sehr futuristische Geräusche. Surr. Klack. Klappe auf. Also erster Versuch: Nase rein. Nase raus. Klappe zu.

Zweiter Versuch: Klappe auf. Nase rein. Futter inhaliert. Nase raus. Klappe zu. Und siehe da: Ich hatte das System verstanden.

Icy allerdings auch. Und die Lady versuchte ständig, sich an mir vorbeizuschieben. Aber sobald ich wegtrat: Zack – Klappe zu.

Sorry, Icy. Mein Futter. Meine Regeln.

Keine 24 Stunden später war der Beutelöffner so überzeugt, dass es nur zwei Optionen gab: Ruhig bleiben oder Bestellen. Er entschied sich für Bestellen. Zwei weitere Automaten wanderten in den Warenkorb. Aber er hörte da nicht auf. Nein, er pimpte das Ganze: Silikonmatten in Rosa und Blau, Abdeckhauben, damit niemand mitnascht, Edelstahlschalen für den Gourmet-Look. Der Mann hatte den Scheinwerfer an.

Und dann… Fand er passende Wasserspender. Mit Erkennung. Mit Messung. Mit Statistik. Cyberdyne Systems lässt grüßen. Und ab in den Warenkorb. Willkommen im Überwachungsstaat, wir haben jetzt:

  • Nassfutter-Überwachung
  • Trockenfutter-Überwachung
  • Trinkverhalten-Überwachung

Die Automaten wiegen, messen, registrieren, analysieren. Der Wasserspender erkennt sogar, wer wieviel trinkt.

Ich sag’s mal so:

Big Brother is watching us.
Big Beutelöffner is watching back.

Aber solange es Futter gibt? Soll er gucken.

Icy und die heikle Hinterhaxe

Analdrüse, Aua und ein kleiner Zusatz-Pieks

Analdrüsen, Attitüde & Jahresabschlussimpfung

Es stand bei uns wieder ein kleiner medizinischer Rundlauf an. Kasimir hatte seine Urinprobe abgegeben – ganz entspannt und ohne großes Tamtam. Zumindest von seiner Seite aus. Vom Beutelöffner wollen wir gar nicht reden.

Bei Icy sah das Ganze jedoch etwas anders aus. Die Prinzessin hatte ein Wehwehchen an der linken Hinterbacke und machte das auch sehr deutlich: Wollte man sie an der hinteren Haxe kraulen, wurde es ihr unangenehm, und sie schnappte schon mal vorsichtig zu. Höflich, aber bestimmt – eben ganz Icy.

Der Besuch beim Doc brachte die Ursache ans Licht: Die Analdrüse war verstopft und musste behandelt werden. Nicht ihr erster Auftritt in dieser Kategorie – zuletzt wurde das Ganze einen Tag vor Heiligabend im Jahr zuvor versorgt, und auch damals fand sie das nur so mittelmäßig charmant.

Aber wenn man schon mal in der Praxis ist, dann wird auch gleich alles erledigt, was ansteht. Und so gab es für die Prinzessin neben der Behandlung noch die vorgezogene Jahresabschlussimpfung. Praktisch – zumindest aus Sicht des Beutelöffners.

Icy hingegen fand das Gesamtpaket… nun ja… ausbaufähig.
Aber immerhin ist jetzt wieder Ruhe im königlichen Hinterteil.

Operation Flüssigkeit: Wenn der Kater trinken soll, aber die Prinzessin zuerst da ist

Ein Drink für mich, ein Festmahl für Icy – und der Beutelöffner baut schon wieder

Was hat die ganze Überwachung eigentlich ergeben?

Nun ja… Der Beutelöffner schaute auf die Auswertungen und meinte: „Kasimir sollte vielleicht mehr trinken.“

Aha. Also wurde gesucht, gefunden und im örtlichen Fachgeschäft eingekauft: Verschiedene Beutel mit Nassfutter und einen Spezial-Drink für nierenkranke Katzen. Hochwertig, hilfreich – und offenbar so geruchsintensiv, dass Icy sofort im Anflug war. Natürlich. Denn Icy hat eine Gabe: Sie weiß IMMER, wann ich etwas bekomme, das interessant riecht. Und sie weiß IMMER, wie man sich geschickt vordrängelt.

Da steh ich nun, der treudoofe Gentleman, lasse sie schnuppern, lasse sie reinschnuppern, lasse sie… fressen. Mein Mikrochip hält meanwhile brav die Klappe des Futterautomaten offen, während Madame Büffetfräse sich den Bauch vollschlägt. Wunderbar.

Aber Rettung naht. Der Beutelöffner hat beschlossen: „Da muss eine technische Lösung her.“

Und dann ging es wieder los: Maßstab raus, auf den Boden gelegt, an die Wand gehalten, Dinge gerückt, Dinge wieder zurück gerückt und neue Ideen getestet. Dazu ständig Sucherei im Internet. Er murmelte etwas von einem „Hot-Dog-Verkäufer, der nebenbei Möbel baut“. So habe ich das jedenfalls verstanden.

Dann kam der entscheidende Satz: „Damit probieren wir das aus.“ Und zack – zwei kleine Kartons stehen jetzt im Wohnzimmer. Ich habe keine Ahnung, was drin ist. Aber ich bin Kater. Ich bin neugierig. Und ich habe ein bisschen Angst, dass es wieder etwas zum Zusammenbauen ist.


Also bitte… Wenn Kasimir etwas bekommt, das gut riecht, dann ist es meine Pflicht als Qualitätskontrolleurin, es zu überprüfen. Wenn er dann höflich zur Seite tritt und die Klappe offen bleibt — tja… Ich kann doch nicht verhungern.

Und was diese neuen Kartons angeht: Wenn da keine erhöhte Sitzfläche für mich drin ist, bin ich enttäuscht.

Kontrolltermin beim Doc – und ich mach das jetzt fast im Schlaf

Ein paar Tropfen daneben, ein Snack oben drauf und endlich gute Nachrichten

Erneuter Besuch bei Frau Doktor: Kontrolluntersuchung mit Blutabnahme. Und diesmal? Keine menschliche Assistenz nötig. Ich habe einfach selbst bewiesen, dass ich eine professionelle Blutabgabe-Maschine bin.

Ich hielt still wie ein Weltmeister – auch wenn ein paar Tropfen daneben gingen. Kann passieren.

Am Ende gab es sogar eine Belohnung: Ein Leckerschmecker-Snack. Ich nenne es „Motivationsbonus“.

Keine zwei Stunden später klingelte das Telefon. Der Beutelöffner nahm ab – und dann das schönste Geräusch der Welt: ein erleichtertes „Ah! Sehr gut!“. Die Blutwerte sind besser als beim ersten Mal. Es geht bergauf. Wir arbeiten zusammen an meiner Ernährung, und offenbar macht das Ganze wirklich Sinn.

Ich würde ja sagen: Teamwork macht den Kater stark. Aber offiziell bleibe ich natürlich derjenige, der hier die Hauptleistung bringt.

Die Futterkisten-Affäre

Ein Kapitel über Technik, Territorialfragen und zwei sehr unterschiedliche Katzen

Mein exklusiver Speisesalon

Seit ein paar Tagen standen im Wohnzimmer zwei Kartons herum. Ich habe das natürlich aufmerksam beobachtet – schließlich bin ich hier der Chef. Nach und nach wurde alles ausgepackt, aufgebaut und mit einer Katzenklappe versehen, die auch per App gesteuert wird. Und was soll ich sagen?

Herausgekommen ist meine ganz persönliche Futterkiste. Jawohl: Nur für mich. Ich darf eintreten – und Icy muss draußen bleiben. Nicht meine Regel, aber eine sehr angenehme.

Drinnen steht mein eigener Futterautomat. Endlich kann ich in Ruhe futtern, ohne dass jemand mit großen blauen Augen neben mir sitzt und so tut, als würde sie rein zufällig gerade „vorbeischlendern“.

Ich finde das ausgesprochen komfortabel. Icy eher weniger.
Aber gut – Regeln sind Regeln. Und diese hier finde ich besonders gelungen.

Die mysteriöse Tür, die einfach nicht aufgeht

Diese Kiste im Wohnzimmer … ich hatte sie von Anfang an im Blick. Erst zwei Kartons, dann ein Aufbau, dann eine Tür. Türen gehören mir. Türen gehen für mich auf. Das ist Naturgesetz. Dachte ich.

Also gehe ich hin, schnuppere dran, warte – nichts. Die Tür bleibt zu.
Ich schaue meinen Menschen an.
Ich schaue die Tür an.
Ich schaue wieder meinen Menschen an.
Er macht … nichts. Unglaublich.

Dann spaziert Kasimir heran, hält seinen Kopf an die Klappe – klick – Tür auf. Er marschiert rein, schlemmt, kommt raus. Und ich? Stehe davor wie eine dekorative Fußmatte.

Drinnen steht also ein Futterautomat. Für ihn. Nicht für mich. Das nennt man wohl „App-gesteuerte Ungerechtigkeit“.

Aber gut. Ich bin geduldig. Und intelligent. Und konsequent. Früher oder später finde ich einen Weg hinein.

Prinzessinnen geben nicht so schnell auf.

Warum zur Hölle steht da jetzt eine Kiste?

Ganz einfach: Zwei Katzen, zwei Charaktere, zwei unterschiedliche Fressstrategien – das ergibt irgendwann Chaos am Napf. Kasimir ist der gemütliche Genießer; Icy hingegen frisst mit der Eleganz und Effizienz eines Staubsaugers der Premiumklasse. Also musste eine Lösung her.

Die Antwort: eine Futterkiste mit App-gesteuerter Katzenklappe. Moderne Technik für zwei flauschige Mitbewohner, die eigentlich nur wissen wollen, ob noch etwas im Napf ist.

Kasimir darf hinein, futtern, entspannen und wieder raus.
Icy Büffetfräse bleibt draußen und schmiedet Pläne. Viele Pläne.

Am Ende haben wir aber ein funktionierendes System:

Kasimir hat seinen exklusiven „Speisesalon“, Icy hat ein neues persönliches Lebensprojekt („Operation Türöffner“), und ich habe – theoretisch – etwas weniger Stress beim Füttern. Theoretisch!

Die Futterkisten-Affäre – Teil II

Ein Projekt zwischen Technik, Timing und zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen

Nüchtern betrachtet: ein Geduldsspiel

Wenn man es sachlich betrachtet, ist die Futterkisten-Affäre ein langwieriges Projekt.
Theorie: Kiste hinstellen, Chip erkennen lassen, Kasimir rein, Icy raus.
Praxis: deutlich komplizierter.

Kasimir muss erst lernen, seinen Kopf genau an die Klappe zu halten, damit der Chip erkannt wird. Klingt einfach, ist aber für ihn ungefähr so intuitiv wie ein Touchscreen für ein Stück Toast.

Gleichzeitig darf Icy nicht direkt hinter ihm stehen, denn dann versucht sie mit einer Selbstverständlichkeit, sich an ihn dranzuhängen, als ginge es um die Schranke im Parkhaus, wenn jemand nicht bezahlt hat und einfach dicht auffährt.

Kurz gesagt:

Kasimir: „Wie funktioniert diese Technik nochmal?“
Icy: „Wie kann ich dieses System zu meinen Gunsten nutzen?“
Ich: „Warum mache ich das eigentlich?“

Aber na gut – wir entwickeln uns. Irgendwie. Und manchmal sogar in die richtige Richtung.

Ich gebe mir wirklich Mühe!

Also, damit das mal klar ist: Ich mag die Kiste. Sehr sogar. Da drin ist mein Futterautomat, meine Ruhe, mein exklusiver Speisesalon.

Aber dieses „Kopf richtig an die Klappe halten“ ist so eine Sache. Ich halte ihn ja richtig! Meistens. Manchmal.

Okay, manchmal blinkt die Klappe nur freundlich, aber bleibt zu. Vielleicht denkt sie nach. Oder prüft meinen VIP-Status.

Und das mit dem „nicht stehen bleiben, wenn Icy hinter dir ist“ … habt ihr mal versucht, irgendwo hinzugehen, ohne dass Icy plötzlich einfach da ist? Die kann sich teleportieren, glaube ich.

Aber ich bleibe dran. Ich lerne.
Und solange am Ende Futter kommt, bin ich motiviert.

Das ist doch alles nur kluge Positionierung

Der Beutelöffner behauptet, ich würde versuchen, mich in die Kiste zu mogeln.
Ich bitte euch. Mogeln!
Ich nenne das strategisches Positionieren.

Wenn Kasimir vor der Tür steht, stelle ich mich eben dahinter. Ganz ruhig. Ganz unschuldig. Vielleicht geht die Tür ja doch mal für mich auf – man muss vorbereitet sein.

Und wenn Kasimir an der Klappe herumprobiert, als wäre es eine komplexe Matheaufgabe, dann schaue ich eben nach, ob er Hilfe braucht. Oder ob ein Krümel für mich abfällt. Reine Fürsorge.

Mal ehrlich: Wenn das Parkhausprinzip bei Menschen funktioniert, warum sollte ich es nicht zumindest ausprobieren?

Und eines sage ich euch: Diese Kiste ist noch nicht das letzte Wort.
Ich arbeite an Optionen.

Der Verschwindetrick

Die Kiste, die keiner hätte verschieben sollen

Homeoffice mit Hindernissen

Ein Nachmittag im Homeoffice. Ich sitze am Schreibtisch, tippe, telefoniere – und bekomme Gesellschaft.

Kasimir taucht auf, wie ein Kollege, der so tut, als würde er kontrollieren, ob ich auch fleißig bin. Er springt auf die Kiste neben dem Schreibtisch, legt sich auf die Decke, rollt sich ein und beobachtet mich einige Minuten. Dann entscheidet er, dass meine Arbeit offensichtlich nicht spannend genug ist, und geht zurück auf die Couch.

Kurz darauf erscheint Icy. Sie schlawinert zwischen meinen Beinen hindurch, begutachtet die Lage und verschwindet dann elegant auf ihren Catwalk im Wohnzimmer. Alles normal.

Als meine bessere Hälfte nach Hause kommt, begrüßen beide Großkater sie wie gewohnt – nur Icy ist plötzlich nicht auffindbar. Kurze Irritation und die Suche nach Icy.
Dann die Erkenntnis: Icy steckt fest. Im Regal. In einer Katzenbox.

Was davor stand und ihren Ausstieg blockierte? Natürlich die Kiste, auf der Kasimir zuvor gelegen hatte – die ich völlig gedankenlos vor das Regal geschoben hatte.

Ergebnis: Eine halbe Stunde war Icy eingesperrt, ohne dass es jemand bemerkte. Als Entschädigung gab es selbstverständlich Leckerlis – königliche Behandlung nach königlichem Missgeschick.

Ich sag’s mal so: Der Arbeitsplatz war langweilig

Ich dachte mir: „Der Beutelöffner arbeitet von zu Hause, da schaue ich mal vorbei.“

Hab mich auf die Kiste neben ihm gelegt, kurz reingeschnurrt, einen Blick auf den Bildschirm geworfen … und war schon wieder gelangweilt.

Keine Leckerlis, keine spannenden Geräusche, keine Mauszeigerjagd – nichts.
Also zurück zur Couch. Da ist wenigstens Komfort.

Zwischendurch konnte ich in Ruhe futtern, ohne dass Icy Büffetfräse mir zur Seite stand.

Als später plötzlich alle nach Icy suchen, tue ich unschuldig. Ich weiß ja nicht, wo sie ist. Und nein, ich habe die Kiste nicht absichtlich vor den Eingang ihrer Box schieben lassen. Dass der Beutelöffner das erledigt hat, war ein glücklicher Zufall.

Sie bekam später Leckerlis. Ich nicht. Tja.
Manchmal ist es nicht leicht, der ältere Gentleman im Haus zu sein.

Ich war NICHT verschollen – ich war nur… blockiert

Also ehrlich. Ich wollte einfach nur entspannt in meiner Box im Regal liegen. Ein ruhiger Ort, schön abgeschirmt – perfekt für einen Powernap.

Und dann passiert es: Ich will raus. Ich strecke mich, schiebe die Tür auf – und sie bewegt sich nicht.

Nochmal.
Nichts.
Noch einmal.
Immer noch nichts.

Ich war gefangen. Gefangen! In meiner eigenen Box!

Und warum? Weil der Beutelöffner irgendeine blöde Kiste davor geschoben hat, ohne zu schauen, ob die Prinzessin anwesend ist.

Ich saß da also fest, eine halbe Stunde lang.
Ohne Publikum.
Ohne Aufmerksamkeit.
Ohne Snacks.

Als ich schließlich befreit wurde, gab es immerhin Leckerlis. Die nehme ich natürlich an – aber merken werde ich mir das trotzdem. Ganz sicher.

Die Ernüchterung

Wenn Technik auf Büffetfräse trifft

Erwischt am Automaten

Die große Frage war ja: Frisst Kasimir genug aus seinem eigenen Automaten – oder inhaliert Icy seine Portion gleich mit?

Tja. Die Katzen wurden erwischt. Einer von uns Menschen stand zufällig daneben, als beide gleichzeitig am Futterautomaten zugange waren: Icy wie so oft als Büffetfräse und Kasimir als Türöffner und Zuschauer. Nicht immer, aber doch ziemlich häufig.

Interessant dabei: Icy weiß ganz genau, dass sie am falschen Automaten frisst. Denn sobald sich ein Mensch nähert, während sie an Kasimirs Automat zugange ist, macht sie sofort die Biege – ratzfatz ist sie verschwunden. Frisst sie hingegen an ihrem eigenen Automaten, stört es sie überhaupt nicht, wenn ein Mensch näherkommt. Kein Stress, kein Rückzug, kein schlechtes Gewissen. Zufall? Wohl kaum.

Also wurde wieder technisch aufgerüstet. Eine alte Webcam aus Kasimirs Anfangszeiten wurde hervorgekramt und so platziert, dass beide Automaten überwacht werden konnten. Bei einigen Nachtaufnahmen war allerdings wegen der seitlichen Position der Kamera nicht eindeutig zu erkennen, wer da eigentlich frisst, wenn beide Köpfe gleichzeitig im Automaten stecken.

Ein paar Tage später wurde deshalb nachgebessert: Die Webcam zog um – direkt über die Automaten. Man will ja schließlich Beweise. Und nicht nur Vermutungen.

CSI: Futterautomat

Die Auswertung der Aufnahmen liegt ausschließlich beim Beutelöffner. Analysiert wird live am Notebook, ergänzt durch gespeicherte Clips aus der Nacht. Zusätzlich werden die Zeitstempel aus der App geprüft, die anzeigen, wann aus Kasimirs Automaten gefressen wurde. Stimmen Uhrzeit und Videobild überein? Wer steckt wirklich den Kopf im Napf? In besonders kniffligen Fällen erfolgt die Analyse gewissenhaft Frame für Frame.

Das Ziel dieser Maßnahme ist eindeutig: herausfinden, wer tatsächlich aus Kasimirs Automat frisst – denn Icy drängelt sich dabei bekanntermaßen schamlos dazwischen.

Man muss Chancen nutzen! Wenn ein Automat Futter ausgibt, dann ist das keine „Einladung nur für eine Katze“. Das ist ein Büffet. Und Büffets sind dafür da, dass man sie ernst nimmt.

Kasimir steht da oft nur rum, guckt wichtig und tut so, als hätte er alles im Griff. Das ist nett, aber während er „kontrolliert“, arbeite ich.

Und jetzt? Jetzt hängt da wieder eine Kamera. Erst seitlich, dann von oben.
Ganz ehrlich: Diese Menschen haben wirklich Humor, wenn sie glauben, ich würde mich davon beeindrucken lassen.

Ich esse nicht weniger, nur weil ich gefilmt werde. Ich esse höchstens eleganter.

Die einfache Lösung

Warum Technik verliert – und Flüssigfutter gewinnt

Das ganze Technik-Gedöns lief ehrlich gesagt nicht ganz so, wie der Beutelöffner es sich erträumt hatte. Das waren wohl eher Tagträumereien. Meine hochmoderne Futterkiste mit Katzenklappe? Nutze ich gar nicht. Und Icy? Die hat überall ihre Ohren. Selbst wenn es nur ganz leise raschelt, ist sie sofort unterwegs, um zu kontrollieren – und gegebenenfalls abzugreifen, während ich eigentlich in Ruhe fressen möchte.

Die Lösung war am Ende erstaunlich simpel. Icy hat offenbar eine besondere Vorliebe für Flüssignahrung. Also machte sich der Beutelöffner auf den Weg in den Fachhandel und kam mit mehreren kleinen Dosen zurück. Ab diesem Zeitpunkt gab es für jede Fellnase gleich drei Dinge zu futtern: Trockenfutter, Nassfutter und zusätzlich Flüssigfutter (Drink).

Und siehe da: Die Diebstähle an meinem Automaten gingen deutlich zurück. Das ist kein Gefühl, das ist belegt – sagt zumindest die Auswertung der Videoüberwachung. Offenbar ist es so: Wenn etwas verboten ist, steigt der Reiz, am falschen Automaten zu fressen. Ist es hingegen erlaubt, sinkt das Interesse am fremden Napf erstaunlich schnell.

Der Beutelöffner ist erst einmal beruhigt und zufrieden. Jeder bekommt seinen Anteil, ich halte mein Gewicht und meine Kränkeleien sind deutlich zurückgegangen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eines: ein neuer Name für den Beutelöffner – denn der Drink kommt ja eindeutig aus der Dose.

Nachtrag des Beutelöffners zur Namensfrage

Ironischerweise kommt nur der Drink aus der Dose. Das Nassfutter hingegen – für beide Katzen – kommt weiterhin aus dem Beutel.

Streng genommen bin ich also:

  • Beutelöffner
  • Dosenöffner
  • Getränkewart und
  • Futterlogistiker

Aber gut. Titel sind Schall und Rauch, die beiden Fellnasen sind für Napfmanager oder Chef der Katzenbar. Das System ist nicht perfekt. Aber es ist alltagstauglich und die Büffetfräse ist beschäftigt.

Und wie so oft muss Icy natürlich auch noch kommentieren, also bitte…

Alles halb so wild! Also ich sehe das Problem ehrlich gesagt nicht. Wenn es irgendwo raschelt, muss man nachsehen. Das ist keine Gier, das ist Verantwortung.

Aber dieser Drink … der ist schon ziemlich gut. Flüssignahrung hat Stil. Und wenn ich den regelmäßig bekomme, dann kann Kasimir ruhig sein Automatenfutter behalten. Ich schaue zwar noch hin – rein aus Interesse – aber man muss ja nicht alles essen, was einem nicht ausdrücklich angeboten wird.

Ich bin schließlich keine Büffetfräse.
Ich bin eine Genießerin mit Überblick.

Jahresrückblick 2025

Zwischen Schnupfen, Technikträumen und neuen Routinen

Es begann mit kleinen Warnzeichen: Niesen, Schnupfen, Zahnfleisch, Magen. Aus vermeintlichen Kleinigkeiten wurden Termine, aus Terminen Diagnosen – und aus Sorge schließlich Struktur.

Für Kasimir bedeutete das Jahr vor allem eines: Lernen, mit einer chronischen Erkrankung zu leben. Die Diagnose CNI traf unerwartet, brachte aber auch Klarheit. Futterumstellung, Medikamente, engmaschige Kontrollen – und erstaunlich schnell zeigte sich, dass Zusammenarbeit Wirkung hat. Die Werte verbesserten sich, das Gewicht stabilisierte sich, und der Alltag wurde wieder ruhiger.

Icy blieb weitgehend gesund, ließ sich aber natürlich nicht ganz außen vor. Schnupfen, Analdrüsen, eine vorgezogene Jahresabschlussimpfung – nichts Dramatisches, aber genug, um klarzumachen: Auch Prinzessinnen müssen gelegentlich zum Doc. Und kommentieren das anschließend ausführlich.

Ein großes Thema des Jahres war Technik. Futterautomaten, Kameras, Auswertungen, Zeitstempel – Hightech hielt Einzug ins Napfreich. Nicht alles funktionierte wie erhofft. Manche Ideen entpuppten sich als Tagträumereien, andere als erstaunlich effektiv. Am Ende zeigte sich: Nicht jede Lösung braucht mehr Technik. Manchmal reicht ein zusätzlicher Napf, ein Drink aus der Dose und etwas Gelassenheit.

Die wichtigste Erkenntnis des Jahres:
Wenn etwas streng verboten ist, wird es interessant.
Wenn es erlaubt ist, verliert es seinen Reiz.

Mit Trockenfutter, Nassfutter und Flüssignahrung für alle, weniger Konkurrenz und klaren Routinen kehrte Ruhe ein. Die Büffetfräse war beschäftigt, der Gentleman satt – und der Beutelöffner deutlich entspannter.

2025 war kein perfektes Jahr.
Aber es war eines, in dem sich vieles eingespielt hat.

Und genau das zählt.